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Bec Sandridge: We don't need to both be right

Bec Sandridge: We don’t need to both be right

So geht das!

Ich hätte schwören können, dass ich schon mal einen Artikel über Bec Sandridge geschrieben hätte. Denn seit ihrem geilen Banger „Eyes wide“ von 2019 habe ich sie bei bandcamp abonniert und bekomme regelmäßig Neuigkeiten wann immer sie Etwas veröffentlicht. Die Südaustralierin aus Thirroul veröffentlicht bereits seit 2013 Musik. Doch ihr 6 Titel umfassendes Debüt „Wild Heart“ kann man nicht bei bandcamp finden. Die primär mit Gitarre begleiteten Lieder, die auch hier und da mal eine Geige, ein Banjo und ein paar einzelne vorsichtige Tasten eines Klaviers enthalten, hatten nichts mit der Bec Sandridge zu tun, die sich 2015 neu erfand. Mit der 2015er Single „In The Fog, In The Flame“ fand sie zu dem Sound, der sie heute noch ausmacht. Und das ist poppige, sehr eingängige uptempo- Musik mit Referenzen an die Achtziger. Der Soundmix wird vervollständigt durch eine fast immer dominante Rhythmus- E- Gitarre. So geht das!

Recht haben

We don’t need to both be right“ ist wieder genau so ein typischer Bec Sandridge– Song, ohne dass es irgendwie repetitiv klingen würde. Tja, und der Songtitel selbst erfordert ganz viel Stärke. „Wir müssen nicht beide recht haben.“ Aber genau das ist in Streiterein, oder milder ausgedrückt, in Diskussionen oft der Casus Knacktus: Beide Seiten wollen oft unbedingt recht haben. Und weil man darauf beharrt, gibt’s wegen irgendwelcher, an sich kleinen, Sachen einen Riesenstress. Bec Sandridge verlangt, meines Erachtens, eine ziemlich große Sache, die für einige Menschen sehr schwer sein dürfte: auch mal nachgeben, bzw. zugeben, dass man eben vielleicht auch mal NICHT recht hat. Mea Culpa. Mir fällt es auch manchmal schwer, zuzugeben, dass ich wider Erwarten (Schmunzelsmiley) doch nicht recht hatte. Man muss sich nicht gleich immer an die Kehle gehen. Versucht es einfach mal!

Wie heißt der Song denn nun?

Wie auch immer. Auch diese Woche war wieder gespickt mit ein paar ganz hörbaren Songs. Da ist zum Einen Blood Orange zu nennen. „Vivid Light“ ist vor allem klanglich eine Offenbarung – tolle Produktion. Und dann möchte ich auch noch Hayley Williams‚ „Parachute“ nennen. Natürlich ist der Fallschirm eher eine Metapher und zwar für die Hilflosigkeit, in welche das lyrische Ich des Songs durch verschiedene Umstände gestoßen wird. Kann sein, dass „Parachute“ sich auf lange Sicht vielleicht noch mehr bei mir einbrennen wird. Für heute erst mal hat es Bec Sandridge geschafft. Viel Spaß nun mit dem Song „We don’t need to both be right„, der manchmal auch „We don’t both need to be right“ heißt. Da hat irgendjemand in der Kette der Verantwortlichen beim Veröffentlichen nicht aufgepasst. Passiert.

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