Patzig getrennt
Manchmal muss es eine Power- Ballade sein. Und somit ist Keshas „Delusional“ mein Smash of the week. Seltsam, denn eigentlich gefallen mir derzeit in der Regel die weitestgehend unentdeckten KünstlerInnen. Doch mit Kesha hat es dieses Mal ein Popschwergewicht auf meine Spitzenposition gebracht. Textlich ist „Delusional“ eine ziemliche Abrechnung mit einem/einer Ex. Diese(r) ist jetzt, laut lyrics, nicht mehr als ein weiterer Charm am Kettchen. Und außerdem taugt das Scheitern mit ihm/ihr jetzt nur noch als Inspirationsquelle für irgendeinen zukünftigen Song. Autsch. So trocken kann man sich also trennen. Aber wer so patzig drauf ist, muss vorher schon ganz schön verliebt gewesen sein. Ich will da nicht weiter spekulieren.
Abrissbirnen, Schweden und Mütter
Jedenfalls war es zunächst die Melodie und die mächtige synthetische Pop- Produktion, die meine Aufmerksamkeit an jenem, Song zuerst erregten. Und ich brauchte einen knappen halben Tag, um herauszufinden, an welchen anderen geilen Midtempo- Song mich das Teil erinnert. Und gerade eben fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Der hymnische Bombastrefrain erinnert ganz schön an die Abrissbirne („Wrecking Ball„) von Miley Cyrus. Und auch wenn Kesha schon mal Songs für Miley Cyrus geschrieben hatte, haben beide Songs keine gemeinsamen KomponistInnen. Das Songwriting wurde Kesha sozuagen in die Wiege gelegt, ist doch ihre Mutter selbst Singer- Songwriterin. Jene war auch mal für einen Nummer-1-Hit von Dolly Parton kompositorisch verantwortlich. Und als ob das nicht reichen würde, ist sie von einem gewissen Max Martin überzeugt worden, die Schule einfach abzubrechen und Musikerin zu werden. Ja, genau der Max Martin, der an mittlerweile 27 Number-1- Singles zumindest mitgeschrieben hat.
Über die Smiths? …. is ok.
Die Wahl zum Smash of the week war dieses Mal gar nicht so leicht. Es gab da noch zwei/ drei andere Kandidaten, die nah dran waren. Daher möchte ich diese hier auch noch aufführen. Chace hat mit „Tunnel Vision“ auch einen flotten Electropop- Song vorgelegt. Eine Künstlerin namnes Cyn ist mir positv mit dem Song „The Smiths“ aufgefallen. Witzigerweise gefällt mir das Lied ÜBER die Band; die Lieder DER BAND SELBST sind für mich allerdings ein Graus. Als Drittes muss noch Berglind mit ihrer textlich ziemlich depressiven Single „Dreck dieser Welt“ genannt werden. Der kommt bestimmt richtig gut in Clubs. Wie auch immer. Viel Spaß Euch nun mit „Delusional“ von Kesha.
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