Kosmopolitin
Wenn das mal keine Kosmopolitin ist! Die Österreicherin Sofie Royer wurde in Kalifiornien als Tochter eines Iraners und einer Österreicherin geboren und singt in ihrem neuesten Streich „Babydoll“ zu Beginn des Songs erstmal auf Französisch. Der Song ist ein netter kleiner Midtempo- Synthiepopsong, der ohne allzu viel Brimborium zurecht kommt. Es gibt noch nicht einmal eine Bridge, auf die man sich irgendwie freuen könnte. Aber: Der Refrain ist einfach mal mega catchy. Die synthetisierte 2. Stimme im Refrain der zweiten Songhälfte ist eine witzige Abwechslung von sonstigen zweiten Stimmen. Laut Video wird das E-Gitarrensolo in der Mitte auf einer Violine gespielt. Ich stelle das allerdings sehr in Frage.
kultureller Tausendsassa
Das mit der Violine ist nur wenig verwunderlich, wenn man sich Sofie Royers Lebenslauf anschaut. Am Wiener Konservatorium hat sie nämlich Violine und Viola studiert. Das schien aber nicht ihrer wahren Berufung zu entsprechen, weshalb sie irgendwann Resident DJ und im Jahre 2016 ihre erste Kompilation veröffentlichte. Seitdem hat sie mit verschiedenen Artists gearbeitet, z.B. mit Toro y moi, die bereits einmal bei mir Thema waren.
Babydolls und lesbische Liebe
Ich habe spaßenshalber mal geschaut, ob das Thema „Babydoll“ schon mal von anderen KünstlerInnen bearbeitet wurde. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass man so ein Thema in der Musikszene bisher liegengelassen hatte. Schließlich gab es ja auch schon die beiden russischen Mädels von t.A.T.u., die als Konzept von einem ehemaligen russischen Kinderpsychiologen namens Iwan Nikolajewitsch Schapowalow erdacht worden waren. Was für ein Marketingcoup damals! Man nehme 2 gerade noch minderjährige Mädels und lässt sie zu, der zugegeben ganz hörbaren, Popmusik ein paar lesbische Andeutungen auf der Bühne machen. Der Skandal war groß, aber natürlich auch die Aufmerksamkeit. Na jedenfalls, und da komme ich ein wenig zurück, gab es schon mal einen Titel „Babydoll„, der von Ari Abdul gesungen wurde. Jene Ari Abdul hatte vor Jahren mal einen Ohrwurm. Das Teil hieß „Hush“ und ging mir ewig nicht aus dem Kopf. Wie auch immer. Viel Spaß nun mit Sofie Royer und „Babydoll„.
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