Disco, die 5.
Ja, ich habe der Versuchung widerstanden. Obwohl meine geliebten Pet Shop Boys in diesem November eine neue Platte auf den Markt geworfen haben. Das ist trotzdem nicht mein Smash of the Month geworden. Deren Album heißt „Disco 5“ und setzt eine Reihe fort, die 1986 mit dem Album „Disco“ begonnen hat. Dort ist auch mein absoluter Lieblingssong in meiner absoluten Lieblingsversion enthalten: die knapp 9 Minuten lange The Full Horror- Version von „Suburbia“. Konzentrierten sich die ersten 3 „Disco„- Ausgaben noch ausschließlich auf Mixe anderer Leute für die eigenen Lieder, schwenkte man danach um. Sowohl „Disco 4“ als auch „Disco 5“ strotzt vor geilen Mixen, die die Jungs vorrangig für andere Leute über die Jahre angefertigt haben.
eine absolute Ohrenweide
Aber heute geht’s um Austra und ihr Album „Chin Up Buttercup„. Keiner der Songs kommt mit der Tür ins Haus getrampelt und sagt: „Tada, hier bin ich“. Stattdessen krauchen Sie langsam den Dance- Pop- Berg hinauf um dann das Erreichen des Klimax ordentlich zu feiern. Und selbst solch ruhige Stücke wie „Blindsided“ glänzen durch Gänsehauthöhepunkte, in dem sie einen ganz unvermittelt aber sanft in einer Kaskade tollen Backgroundgesangs einhüllen. Beim nachfolgenden „Think Twice“ hat man das Gefühl, Vince Clark hätte sich heimlich ins Studio begeben, um Erasuresque- Pop-Techno-Beeps und Blubs einzubauen. Und immer wieder die gottesgleiche Stimme von Austra, die sich in unzähligen Spuren über einen ergießt. Manchmal hat man das Gefühl einem Knabenchor in der Kirche zuzuhören. Klanglich ist das also auf jeden Fall eine Ohrenweide.
Siren Song
Austra heißt eigentlich Kaitlin Austra Stelmanis. Der zweite Vorname musste also als Bandname herhalten. Was heißt Band! Die Dame ist das einzige permanente Bandmitglied und scharrt immer mal wieder Bandmitglieder um sich herum. „Austra“ bedeutet übrigens „Göttin des Lichts“ in der lettischen Mythologie. Sie ist Kanadierin und die „Band“ gibt’s wohl auch schon, laut wikipedia, seit 2009. Die frühestmögliche Veröffentlichung, die ich finden konnte, datiert auf das Jahr 2010. Diese erste Single heißt „Beat and the Pulse“ und klingt bei weitem noch nicht so dynamisch und abwechslungsreich, wie das beim Album „Chin Up Buttercup“ der Fall ist. Die übereinander gelegten Vocals sind aber auch schon bei jenem Song sehr prägnant. Mein Anspieltipp für das neue Album heißt übrigens „Siren Song„. Viel Spaß damit.
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