R E S P E C T
Als der mittlerweile knapp 53-Jährige Beck 1993 das Licht der internationalen Musikwelt mit dem Song „Loser“ betrat, war ich mir sicher, dass das eines der schlechtesten Lieder war, die ich je gehört hatte. Die letzten 30 Jahre bin ich jedoch immer mal wieder über einen Beck– Song gestolpert, der meine Aufmerksamkeit positiv erregt hat. Und nicht nur das! Beck scheint sich offenbar spielerisch durch sämtliche Stilrichtungen zu bewegen, so wie ein Geist, der einfach so durch Wände gehen kann. Somit wuchs mein Respekt vor Beck stetig über die Jahre.
Metaebenen
Heute begreife ich daher immer mehr, dass der Song „Loser“ so mies ist, weil es ja auch thematisch um einen Loser geht. Die Produktion und die Darbietung widerspiegeln sozusagen auf einer Metaebene den Inhalt des Songs.
The blue moon is wide open
Songs, mit denen mich Beck dann doch noch zu einem Bewunderer seiner Kunst gemacht haben sind auf jeden Fall das 2014 erschienene „Blue Moon“ und das, erst recht visuell, beeindruckende „Wide open“ mit den Chemical Brothers. Was für ein Song, was für ein Video!!! (Dass Beck übrigens 2016 auch mal mit M83 zusammengearbeitet hat, ist mir bis zum Schreiben des Artikel entgangen. „Time wind“ heißt das gute Stück. Hört einfach mal rein.)
Erkenntnisse
Und nun gibt’s also eine Zusammenarbeit mit Phoenix. Und Beck beweist, dass er scheinbar spielerisch auch den funkigen Pop der späten Achtziger beherrscht. Es ist weniger die Bridge oder der Refrain, die oder der mich jetzt umhauen würde. Die sind gar nicht so besonders. Es ist vielmehr wirklich wieder mal der Stilwechsel, den Beck hier vollzieht, was mich überrascht. Auch dass seine Stimme mit der des Phoenix– Sängers zusammen harmoniert, ist eine nette Erkenntnis.
Abschweifungen
Phoenix sind übrigens die, die damals ihren Song „Too young“ in einem meiner Lieblingsfilme (Lost in translation) untergebracht haben. Zuletzt gab es Ende letzten Jahres wieder ein Lebenszeichen von den Franzosen, als sie mit „Alpha Zulu“ ein neues Album und eine gleichnamige Singleauskopplung auf den Markt warfen. Ganz ehrlich: Bei „Alpha zulu“ fehlt mir ein bisschen das melodisch Verspielte aus früheren Phoenix-Tagen wie z.B. in „Lisztomania„. Es ist wie es ist und ich will nicht abschweifen. Die Collab mit Beck funktioniert ganz gut und macht „Odyssey“ zu meinem Smash of the week. Viel Spaß dabei.
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