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Merci, Mercy: If you had any friends

Merci, Mercy: If you had any friends

Traurig, traurig

Ganz schön traurige, textliche Kost, die uns Merci, Mercy da mitgibt. Im Song geht es um die Ich- Erzählerin, die keine Freunde, dafür aber Alkoholprobleme hat. Darüber hinaus scheint Sie für ihren Freund nicht wirklich die Erfüllung seiner romatischen Träume zu sein. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Sie bereitet ihm Schmerzen und er macht sich anscheinend auch Sorgen wegen ihr. Ja, der Grundtenor des Textes ist Selbstmitleid. Da aber der Song mit einer rauhen Ehrlichkeit daherkommt, die elektronische Klänge geschickt mit analogen Instrumenten wie Gitarre und Schlagzeug mischt, wirkt das alles nicht aufgesetzt. Man möchte die Ich- Erzählerin in den Arm nehmen.

Dynamik

Der Song „If you had any friends“ funktioniert aber nicht nur textlich. Auch die melancholische Melodie und die Dynamik des Songs mit stillen und lauten Momenten und einem treibenden Schlagzeugbeat mit tollen Breaks im Refrain machen den Song für mich zum Ohrwurm. Am ehesten vergleichen ließe sich der Sound der Australierin am vermutlich noch mit dem Sound der Südafrikanerin Baby Queen, die in meinen Top Ten des Jahres 2023 mit ihrem Song „Dream Girl“ auf Platz 9 gelandet ist. Beide Frauen haben ähnliche, leicht hauchige Stimmen. Während Baby Queen wilder und extrovertierter klingt, ist Merci, Mercys Herangehensweise viel introvertierter und zerbrechlicher.

down under ist in

Wieso eigentlich habe ich in letzter Zeit soviel australische Beiträge in meinem Blog? Ganz offensichtlich produzieren die da down under gerade in großem Maße die Musik, die ich mag. Das scheint da eine große Pop- Begeisterung zu geben. Die zeigt sich auch daran, dass Australien es geschafft hat, am Eurovision Song Contest teilnehmen zu dürfen, obwohl es vermutlich kein Land der Welt gibt, welches weiter von Europa entfernt ist.

Especially for you

Meine ersten australischen Begegnungen australischer Natur, und ich mag es gar nicht zugeben, waren damals Kylie Minogue und Jason Donovan („Especially for you„). Da war ich noch nicht mal Teenager. Aus einer Laune heraus, fand auch ein Album von Midnight Oil den Weg in mein CD- Regal. Und Men at work singen nicht umsonst von „Down under„. Sie kommen halt daher. Und letztes Jahr schließlich landeten Voyager bei mir in meinen persönlichen Jahrescharts auf Platz 1. … Und heute nun ist es Merci, Mercy. Viel Spaß mit „If you had any friends„.

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